Wer steht dahinter?

Das HoHo Wien erweckt seit der Erstpräsentation im Jahr 2015 bis heute rege Neugier und Sympathie – international sowie national, denn mit 75% Holzanteil ist das Hochhaus ein Vorzeigeprojekt für den modernen Holzbau. Es war wichtig zu zeigen, dass Holz als nachhaltige Alternative in der Stadt bzw. im urbanen Raum als Baustoff auch im Hochhausbau ernst genommen und ökonomisch, wirtschaftlich und ökologisch effizient eingesetzt werden kann. Begeistert von diesem wegweisenden nachhaltigen Gedanken kam 2018 die oberösterreichische Investmentgruppe AVV als Partner mit on board. Nach der gelungenen Fertigstellung übernahm diese im Mai 2021 die HoHo Wien-Entwicklungsgesellschaft zur Gänze und gliederte es in das breit gestreute Immobilienportfolio der AVV ein. Das Management dieser Immobilie liegt bei der ViennaEstate Immobilen AG.

Das Baukasten-System

BAUSYSTEM

Ein „einfaches“ Baukastensystem und eine hohe Vorfertigung. Richard Woschitz, Woschitz Gruppe, erzielte bei der Statik sowie Tragwerksplanung das Optimum aller Anforderungen. Und diese sind hinsichtlich Schallschutz, Brandschutz und Robustheit, aber auch Wirtschaftlichkeit, etc. enorm. Das bewusst „einfache“ System des HoHo Wien verwendet die Stapelung vier vorgefertigter, serieller Bauelemente: Stützen, Unterzug, Deckenplatten und Fassadenelemente.

Der Systemknoten – kurz gesagt der Anschluss von Decke & Wand – werden wie in einem Baukastensystem passgenau zusammengefügt. An die tragenden Gebäudekerne werden die Grundflächen aus Holzverbunddecken angelagert, die ihren Abschluss an den Fassaden finden. Diese seriellen Elemente der Holzverbunddecken sind auf Holzstützen in der abschließenden Fassadenschicht aufgelagert. Die Stützen wiederum bilden mit den ebenfalls vorgefertigten Außenwandmodulen aus Massivholz ein gemeinsames Montageelement.

LOGISTIK

Das HoHo Wien umfasst insgesamt fünf Baukörper zwischen sechs und vierundzwanzig Geschoßen – mit zwei Untergeschoßen voll mit Technik sowie 54 Garagenplätze. Die Holzmontage dauerte nur rund 1 ½ Wochen pro Geschoß. Die Herausforderungen an die Montagearbeiten waren vor allem während der Wintermonate hoch, da auch die Fassade geschoßweise mitgezogen wurde.

Die Massivholzwände (inkl. im Werk eingebauten Katzbeck-Fenster) waren zu keinem Zeitpunkt von außen als solche zu erkennen, da auf alle Einzelelemente bereits im Werk die Dampfsperre als Witterungsschutz aufgebracht war. Während der Rohbauphase mussten die Holzelemente gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. Mit besonderer Sorgfalt sind vor allem die innen sichtbaren bleibenden Holzoberflächen behandelt worden.

VORFERTIGUNG

Ein hoher Vorfertigungsgrad spart auf der Baustelle Zeit. Einer der größten Vorteile beim Hochbau des HoHo Wien, ist, die witterungs-unabhängige Vorfertigung vieler Teile im Werk, so dass direkt auf der Baustelle viele Arbeitsschritte entfallen. Die Montage der Fenster der Firma Katzbeck z.B. erfolgt großteils in modernen Werkshallen der Firma HASSLACHER in Kärnten, wo die Brettschichtholz-Stützen sowie die Brettsperrholz-Außenwandelemente produziert werden.

Die Anlieferung der Wandelemente auf die Baustelle in der Seestadt Wien erfolgt just in time: die Elemente werden direkt von Wechselabsetzbrücken montiert um zusätzliche Hebevorgänge einzusparen. Ähnlich auch bei den tragenden Holz-Beton-Verbunddecken. Diese werden an die Gebäudekerne angelagert und mit den Stützen verbunden, die bereits in den Außenwandmodulen integriert sind. Die Lärchenschalung der ersten beide Geschoße wird vor Ort auf der Baustelle montiert. Ab dem dritten Geschoß werden Faserzementplatten der Firma Eternit vorgehängt. Diese bestehen zu 100% aus natürlichen Rohstoffen.
Der Systemknoten – kurz gesagt der Anschluss von Decke & Wand – werden wie in einem Baukastensystem passgenau zusammengefügt. An die tragenden Gebäudekerne werden die Grundflächen aus Holzverbunddecken angelagert, die ihren Abschluss an den Fassaden finden. Diese seriellen Elemente der Holzverbunddecken sind auf Holzstützen in der abschließenden Fassadenschicht aufgelagert. Die Stützen wiederum bilden mit den ebenfalls vorgefertigten Außenwandmodulen aus Massivholz ein gemeinsames Montageelement.
Die Massivholzwände (inkl. im Werk eingebauten Katzbeck-Fenster) waren zu keinem Zeitpunkt von außen als solche zu erkennen, da auf alle Einzelelemente bereits im Werk die Dampfsperre als Witterungsschutz aufgebracht war. Während der Rohbauphase mussten die Holzelemente gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt werden. Mit besonderer Sorgfalt sind vor allem die innen sichtbaren bleibenden Holzoberflächen behandelt worden.
Die Anlieferung der Wandelemente auf die Baustelle in der Seestadt Wien erfolgt just in time: die Elemente werden direkt von Wechselabsetzbrücken montiert um zusätzliche Hebevorgänge einzusparen. Ähnlich findet auch der Ablauf für die XC® Decke von MMK statt. Diese tragenden XC® Holz-Beton-Verbunddecken – die am Kirchdorfer-Standort Gerasdorf bei Wien produziert werden – werden an die Gebäudekerne angelagert und mit den Stützen verbunden, die bereits in den Außenwandmodulen integriert sind. Die Lärchenschalung der ersten beide Geschoße wird vor Ort auf der Baustelle montiert. Ab dem dritten Geschoß werden Faserzementplatten der Firma Eternit vorgehängt. Diese bestehen zu 100% aus natürlichen Rohstoffen.

Hybrid-Decken fürs HoHo Wien

X-Lam Concrete steht für Cross Laminated Timber, also verleimtes und gepresstes Brettsperrholz mit Beton. Das Holz für die XC® Deckenelemente von MMK, einem Joint Venture der Mayr-Melnhof Holz Holding AG und der Kirchdorfer Gruppe stammt aus Eigenforst von Mayr-Melnhof. Die Holz-Beton-Verbundelemente werden dabei an die Gebäudekerne, an das Skelett, sozusagen, aufgelegt und tragend mit den Stützen verbunden, die bereits in die aus Massivholz vorgefertigten Außenwandmodule integriert sind. 1.000 tragenden Verbunddecken wurden just-in-time an die Baustelle in die Seestadt Aspern geliefert und montiert. Neben den 16.000 m2 XC®-Deckenelementen kommen aus dem Hause Kirchdorfer auch noch 99 Treppen und Podeste und über 600 lfm Stützen, 4.800 lfm Fertigteilträger und 2.300 m² Elementdecken.

Vorfertigung spart Zeit

Brettsperrholz-Wände und Brettschichtholz-Stützen von Hasslacher Norica Timber kommen zur Gänze aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern. Die Fichten fürs HoHo Wien werden im Hauptsitz in Sachsenburg geschnitten, getrocknet und sortiert, bevor es als Schnittholz an die Standorte Hasslcher Holzbausysteme GmbH nach Hermagor und Noritec Holzindustrie GmbH nach Stall im Mölltal geliefert wird. Insgesamt liefert Hasslacher fürs HoHo Wien rund 800 Stück Brettschichtholz-Stützen sowie 14.400 m² Brettsperrholz als Außenwandelemente, mit der Besonderheit, dass die Fenster der Firma Katzbeck bereits in der Produktionsstätte eingebaut werden. Aufgrund der ausgeklügelten Logistik sind lediglich 50 LKW-Transporte von Kärnten in die Seestadt notwendig, um diese Menge an unterschiedlichen Bauteilen zu liefern.

Daten & Fakten

Der internationale Trend zum Hochhaus macht auch vor Wien nicht Halt. Ein Arbeitsplatz in luftigen Höhen mit Aussicht ins Grüne vermittelt ein Gefühl von Individualität und ein Stück „Freiheit“. Ein Gefühl, das im HoHo Wien vor allem durch den Baustoff Holz außergewöhnlich inszeniert und umgesetzt wird. Diese Gewerbe-Immobilie ist speziell: keine Shopping-Mall, sondern eine Wohlfühl-Oase.

Eigentümer seit 05/2021: oberösterreichische Investmentgruppe AVV
Architektur: Univ.Prof. DI Rüdiger Lainer
Ausführungsplanung: Architekt Gottfried Markom
Tragwerksplanung, Bauphysik: Dipl.-Ing. Dr.techn. Richard Woschitz, Dr. Ronald Mischek ZT GmbH
Brandschutzplanung: Bmstr. Dipl.-Ing. Alexander Kunz, MSc, Kunz – die innovativen Brandschutzplaner
Bauunternehmen: DI Markus Handler, HANDLER Group
Holzlieferanten: Mayr-Melnhof Holz Holding AG im Joint Venture mit der Kirchdorfer Gruppe sowie HASSLACHER NORICA TIMBER
Bruttogesamtfläche: 25.000 m²
Mietfläche: 19.700 m²
Grundstücksfläche: 3.920 m²
Gebäudeart: Hochhaus mit innovativer Holzbautechnik
Etagen: 24 Geschoße
Nutzung: Gewerbe
Baubeginn: 12. Oktober 2016
Fertigstellung: Sommer 2019