News Update von der Baustelle

Update von der Baustelle

Update von der Baustelle
Der Kern des HoHo Wien ragt bereits deutlich hinter dem ersten fertig gestellten Bauteilen hervor. Insgesamt umfasst das Projekt fünf Baukörper. Der höchste Turm hat 24 Geschoße, die beiden kleineren Türme sechszehn und elf. Rund 4.600 Kubikmeter Fichtenholz aus nachhaltig bewirtschafteten heimischen Wäldern werden verbaut. Der Holzbauanteil wird über das gesamte Projekt gesehen 75 Prozent betragen. Die ausgeklügelte Tragekonstruktion ist tweilweise noch sichtbar, wie man auf dem Foto sehen kann. Denn das Grundkonzept der Tragstruktur des ökonomischen und ökologischen HoHo Wiens ist eine Kombination aus Aussteifungskern in Stahlbeton und angedockter Holzkonstruktion.
Für den Holzbau wurde eine einfache Tragstruktur bestehend aus den drei Grundbausteinen Deckenelement, Randträger und Stütze gewählt. Die geschoßweise Lastabtragung erfolgt über Holz-Beton-Verbund-Deckenelemente (HBV-Deckenelemente), welche auf einem umlaufenden Betonfertigteilträger aufgelagert sind. Man kann beinahe zusehen wie das HoHo Wien wächst und wächst.
Schön, dass weltweit Pläne von Holz-Hochhäusern wie Schwammerln aus dem Boden schießen. Sowohl in Vancouver als auch in London und Paris sind ebenfalls Wolkenkratzer aus Holz geplant. Einige davon schmücken sich damit, zur Gänze aus Holz zu bestehen. Kritische Stimmen behaupten dahe, dass aufgrund der Hybridbauweise die Bezeichnung weltweit höchstes Holz-Hochhaus für das HoHo Wien nicht korrekt ist. Wir haben uns jedoch bewusst für eine Hybridbauweise entschieden, um die Sichtbarkeit des Holzes zu gewährleisten. Die internationale Aufmerksamkeit der Baubranche für den Rohstoff Holz als natürliche Ressource ist ein positives Zeichen Richtung Zukunft. Investor Günter Kerbler und Caroline Palfy haben uns bei unserem Leuchtturmprojekt bewusst dazu entschieden, das Baukastensystem nicht patentierten zu lassen, um mit dem Ansatz auch andere Bauherren und Architekten zu motivieren, Holz als nachhaltige Alternative auch für den Hochbau zu sehen. Jeder Baustoff hat seine Vor- und Nachteile, nutzen wir daher von jedem das Beste!